Stimmen zum Spiel FC Teutonia 05 – SV Drochtersen/Assel |1:3

  • 1. November 2021
  • Deniz Ercin
  • RL Nord
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Nach dem 1:3 gegen SV Drochtersen/Assel haben wir noch mit Teutonia-Coach Dietmar Hirsch gesprochen. Alle Stimmen zum Spiel findet ihr hier.

Dietmar Hirsch über

…das Spiel: Ich denke aufgrund der ersten Halbzeit geht das Ergebnis in Ordnung. Wir haben heute gemerkt, dass es keine Tiki-Taka-Liga ist, sondern eine Mentalitätsliga. Wir haben uns bisher immer dagegengestemmt, wir haben auch unsere spielerische Klasse gezeigt, nur mit spielerischer Klasse reicht es nicht. Wir haben uns schon überlegt, dass wir den Gegner übers Zentrum ausspielen. Wir wollten mit einer Dreierkette, mit einer Raute im Mittelfeld spielen, über Außen auch nur einfach besetzt, aber ja, das ist alles gut und schön, nur wenn ich mich dann dafür entscheide, mit meiner Mannschaft zusammen und im Training funktioniert das, dann im Spiel aber keinen Ball haben will, dann werde ich dem Gegner nicht gefährlich. Ich glaube trotz alle dem, hat das nichts mit System zu tun, auch nachher in der zweiten Halbzeit, klar hatten wir das System umgestellt, aber das hat was mit der Einstellung zu tun. Wie ich mich gegen den Gegner wehre. Drochtersen ist wie gesagt eine Mentalitätsmannschaft, die natürlich auch gute Fußballer hat, die haben uns da völlig einschüchtern lassen. Wir haben uns zurückgezogen, wie so eine Schnecke in ihr Haus, und keiner wollte den Ball haben. So funktioniert es halt nicht. Dann haben wir natürlich drei Mal gewechselt, haben Mentalität gebracht, vor allem Phasenweise, dann wurde es besser und haben nachher alles nach vorne geworfen. Haben Weissmann, unseren Innenverteidiger noch nach vorne gezogen, weil die Bälle flogen dann halt aus dem Halbfeld immer vorne rein. Wir haben es dann erzwingen wollen und kriegen dann natürlich den Konter um 3:1, aber das war dann auch egal. Ich glaube auf jeden Fall hat in der ersten Halbzeit die Mentalität gefehlt, in der zweiten Halbzeit haben wir uns dagegengestemmt, was auch nicht selbstverständlich ist, klar. Das bringt uns Erkenntnisse. Wir müssen jetzt schnell die Köpfe freibekommen. Zum Glück kann jetzt keiner mehr von diesem ewigen „Wir sind ungeschlagen“ reden. Wir mal einen richtigen Schuss vor den Bug bekommen. Das ist natürlich ärgerlich, wenn wir sagen, wir wollen in die Aufstiegsrunde und dann gegen einen direkten Konkurrenten Punkte liegen lässt. Wir müssen ja auch immer ein bisschen Richtung Oldenburg gucken, die alles gewinnen. Wenn man dann irgendwann wieder die Kurve kriegt und in die Aufstiegsrunde kommt, hat man doch schon sehr viel Rückstand, aber das ist jetzt auch nicht das Wichtigste. Das war vorher so ein Thema, dass wir da auch so ein bisschen gucken, dass wir wussten, wie wichtig das Spiel ist. Aber wie gesagt, wir müssen jetzt schnell die Köpfe freikriegen. Wir spielen jetzt übermorgen gegen einen Landesligisten im Pokal auf Grant, das ist auch wieder eine Mentalitätssache, das muss man natürlich auch annehmen und man hat nicht viel Zeit zum Nachdenken. Jetzt ist einmal Training, dann wieder Spiel und dann hoffen wir, dass es wieder nach vorne geht und wir, wie gesagt, aus der Niederlage lernen.

…die fehlende Mentalität: Wir sind schon eine Mannschaft, wir sind auch ein richtiges Team, aber wir haben halt gerade so ein bisschen das Problem, dass, wenn etwas Negatives passiert, dass wir uns dann nicht gerademachen. Das ist für mich, habe ich den Jungs auch gesagt, eine Qualitätssache. Weil alle sind hier in der Regionalliga, weil sie eine gewisse Qualität als Fußballer haben, aber, wenn man weiterkommen will, muss man Verantwortung übernehmen. Und ich muss keine gute Stimmung auf dem Platz machen, wenn ich 3:0 gegen Heide führe und 7:0 gewinne, sondern wenn was Negatives passiert. Dann muss ich die Eier in der Hose haben, mich selber wieder aus dem Tief holen, aber auch meinen Kollegen helfen. Das ist so ein bisschen das Problem, die Kommunikation. Ich glaube nachher mit Dave Eden kam dann noch so ein bisschen das Unbefangene, er hat drei Monate lang nicht gespielt, auch durch seine Erfahrung bringt er was rein. Aber ich erwarte das auch von anderen, die den Anspruch haben, Führungsspieler zu sein. Ein gutes Beispiel war für mich heute Marcus Coffie, wie er mit dem Eigentor zurechtgekommen ist. Er hat danach kaum noch Fehler gemacht, manche Spieler brauchen auch weg. Trotzdem, die Kommunikation fehlt und das wirkt dann immer so, als wenn wir keine Mannschaft wären.

Foto: Claus Bergmann/CRISPY Images

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